HomeBerichteÜber unsLinksImpressum
 
Tag 1Tag 2Tag 3Tag 4Tag 5Tag 6Tag 7Tag 8Tag 9

 <- Zurück                                                                                              Vor ->

24.12.2016

Um 7 Uhr ist die Nacht vorbei. Hilft alles nix, heute müssen wir fliegen. Ab gehts zur Security. Thilos Defi wird diesmal wieder von der Maschine erkannt, dafür leuchtet heute der grüne Haken bei Susi. Scheint eher ein Zufallsgenerator zu sein. Zum ersten mal seit langem haben wir wieder einen Bordtrolley dabei. Da passen nämlich die Wanderstiefel von Susi und Thilo genau rein. Ich hatte erst noch die Hoffnung, dass darin die Verpflegung für die Reise drin wäre, aber wie üblich werde ich enttäuscht. Mona und ich haben unsere Wanderstiefel immer an. Nennt sich Pfotentatzen. Menschen haben nur Stinkefüße. Komische Spezies.

Ich weiß jetzt übrigens auch, was das WL bedeutet. Warteliste. Ja, auf was soll ich denn warten? Auf Weihnachten? Heute ist aber doch Weihnachten. Auf besseres Wetter? Darauf, dass Thilo endlich die Spendierhosen anzieht, und mit uns in die Businessclass Lounge geht? Nix, wir warten auf Sitzplätze im Flieger. Ich könnte mich ja zusammenrollen, da reicht ein Plätzchen an der Heizung. Susi und Thilo brauchen mehr Platz. Menschen... Komische Spezies.

Ab 40 Minuten vor Abflug können Susi und Thilo auf dem Telefon die Warteliste anschauen.

Susi ist auf Platz Zwei. Klar, Ladies first. Wenns hart auf hart kommt, halte ich mich mit Mona also bei Susi fest, und dann kommen wir nach Innsbruck.
Immer mehr Leute gehen durch das Gate, Susi geht nur zum Schalter und fragt mal nach. Sieht gut aus, sagt die lufthansige Frau. Eigentlich aber auch Schade, weil Thilo schon ergründet hat, dass wir 500 Euro Entschädigung bekommen würden, wenn wir erst später fliegen. Aber pünktlich ankommen ist ja auch gut.

Während Susi am Schalter steht, kommt eine Mutter mit ihrer jugendlichen Tochter angewatschelt. Sie würden gerade aus Meiäääääämmie kommen, und sind auf den Flug nach Innsbruck um 12 Uhr gebucht. Ob sie jetzt nicht schon mit könnten. Ein Blick auf die ziemlich lange Warteliste verheißt nichts gutes. Das wollen die Damen aber nicht akzeptieren und jaulen rum. Die Tochter tritt vor ihren Koffer. Als ob der was dafür könnte... Menschen... Komische Spezies.

Plötzlich werden wir aufgerufen zum Gate zu kommen. Den Grund wissen wir aber schon:

Der Bus mit den meisten anderen Passagieren ist schon weg, also bekommen wir einen eigenen großigen Gelenkbus und sausen raus aufs Vorfeld zur Maschine. Ist schon 8.35 Uhr, in 10 Minuten sollen wir doch starten! Mona fiept schon ganz aufgeregt, weil ihr Weihnachtskleid doch im Koffer ist, und jetzt Sorge hat, dass der Koffer ohne sie auf Reisen geht.

Nach 8 Minuten sind wir am Flieger, geben den Bordtrolley schnell zum verstauen ab, und entern die Maschine.

Thilo ist die Nummer 66, und damit ist das boarding completed. Hinter ihm geht die Türe zu. Also schnell hinhocken. Reihe 21 ist die hinterste. Eigentlich ist es aber nur ne halbe Reihe. Neben Thilo ist die Verpflegung zu finden. Ob die ahnen, dass er immer hungrig ist?

Kurz drauf geht es auch schon los. Wir rollern zur Startbahn West (die nach Süden geht), und röhren los. Über Kempten geht es heute nach Innsbruck. Heute dauert es nur 50 Minuten. Also schnell einen Schokoriegel verdrücken, und einen Becher Cola trinken. Bis Kempten ist es ziemlich bewölkt.

Aber kurz vor Innsbruck wirds dann besser. Und schon geht es in den Landeanflug. Viel Schnee liegt hier dieses Jahr nicht. Dafür scheint die Sonne schon ein wenig.

Nochmal eine Runde über die Stadt drehen, und schon sind wir um 9.55 Uhr da. Mit dem Bus fahren wir 30 Meter bis zum Terminal. Nebenan ist gerade ein Clipper aus England angekommen. Es herrscht ein Gedränge wie auf dem Weihnachtsmarkt. Der Koffer kommt aber nach einer Minute. Also raus, und rein ins Taxi. Damit fahren wir jetzt nach Aldrans.
Der Fahrer ist aus Marokko oder so, und ist ein lustiger Geselle. So lustig sind Taxifahrten sonst nie. Um 10.20 Uhr sind wir dann im Hotel.

Weil heute Weihnachten ist, sausen wir flott zum Supermarkt, und decken uns mit etwas Knabberkram und Getränken und so ein.

Danach geht es erstmal die Füße vertreten.

Nach dem langen Flug braucht man etwas Bewegung. Und einen Apfelstrudel. Weil ich bei der Bestellung so lieb geguckt habe, gibts für Mona und mich auch noch eine Gabel.

Als nächstes steht das Ritual am Heiligabend an.

Mona hat sich schon adrett gemacht für den Abend, und auch ihre Lieblingskette angezogen.

Und weil alles mal ein Ende haben muss, gehts jetzt runter ins Restaurant. Zum Weihnachtsessen:

 

Leberpastete mit Rehfleisch auf Kirschsauce und geröstetem Brot

Weihnachtlicher Suppentopf mit Gemüse, Rindfleisch und Nudeln

Gegrilltes Forellenfilet an Weißweinrisotto auf Safransauce

Rinderfilettournedos an Steinpilzsauce, dazu Pommes Williams und Romanescuröschen

Geeister Kaiserschmarrn mit Preiselbeeren

Hausgemachte Kekse