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03.09.2012

oder auch "Pleiten, Pech und Pannen"

Es gibt Tage, die fangen schon nicht gut an und werden kaum besser... Eine eigene Kategorie ist aber der 03.09.2012!
Nicht nur, dass in der letzten Nacht in Lokahi Lodge im Nebenzimmer Badezimmerfetischisten gehaust haben müssen, die auch deutlich nach 22 Uhr noch Endlos-Duscharien abhalten, nein, auch am nächsten morgen ist das das erste, was getan wird... Thilo war schwer begeistert, aber die Aussicht auf ein complimentary hielt ihn davon ab, ihnen mal den Erwerb eines Gehirns vorzuschlagen.
Also fix ab zu Patti und losfahren. Aber außer "Klack, klack, klack" macht Patti nix mehr, wenn man am Schlüssel dreht.
Frühstück fällt dann wohl heute aus. Thilo muss erstmal mit dem Alamo Road Service telefonieren. Gut das wir die Cellion-Karte im Mobiltelefon haben.
Ewig redet er mit dem Operator und erklärt, wo wir zu finden sind. Der Operator findet aber die Straße nicht...
Also gibt Thilo ihm die Nummer vom Front Desk, sollen die ihm es halt erklären.
Kurz drauf klingelt wieder das Telefon. Jetzt ist der AAA am anderen Ende. Die Uschi stellt nochmal genau die selben Fragen und ist noch Begriffsstutziger als der Alamo-Operator. Auch sie findet die Straße nicht. Thilo schaut kurz in Google Maps nach und zack, da ist sie. Die Straße, die angeblich nicht existiert...
Nach einer Stunde kommt trotzdem ein Abschlepp-Hawaiianer mit einem pinkigen Abschleppauto.
Er kommt mit einer Starthilfebatterie unter dem Arm und braucht erstmal Hilfe beim öffnen der Motorhaube. Dann zeigt Thilo ihm noch, wie man die Batterieabdeckung entfernt und macht den Deckel des Sicherungskastens, den die Reparatur-Koryphäe eben abgemacht hat, wieder drauf.
Patti muckt noch etwas rum, startet aber immerhin. Also schnell die Sachen aus dem Zimmer holen, wir wollten ja sowieso auschecken.
Wir fahren zum Office und lassen den Motor laufen. Susi bringt den Schlüssel rein und dann gehts nach Hilo. Thilo sagt, dass er dort dann Patti gegen eine andere Kiste tauschen wird. Das scheint aber Patti gar nicht zu gefallen.
Kaum sind wir auf dem Highway und fahren etwas schneller fängt das Auto an zu ruckeln, die ESP Lampe blinkt, die Bremskontrollleuchte flackert, die Motorkontrolllampe geht an und aus und Patti fängt an, selbständig das ein oder andere Rad abzubremsen. So, als ob man auf Glatteis unterwegs wäre und dabei Slalom fährt... Also fahren wir rechts ran und Thilo sichtet die Instrumente. ESP mal deaktivieren und wieder einschalten und wir fahren wieder los.
Nach wenigen Metern fängt das bremsen und die Blinkerei wieder an. Also Motor aus und wieder anmachen, oder eher hoffen, das Patti wieder anspringt.
Außer dem Klackklackklack kommt aber nix. Ok, alle Lampen blinken dabei wüst vor sich hin, aber mehr passiert nicht mehr.

Patti macht schlapp

Jetzt stehen wir also am Rand vom Highway 11 und weil es bergab geht, können wir Patti noch etwas mehr nach rechts von der Fahrbahn weg rollen lassen.
Thilo nimmt wieder sein Telefon und ruft wieder bei Alamo an. Der Operator fragt wieder tausend Sachen. Auch die Telefonnummer will er nochmal wissen.
Die hat Thilo aber doch schon zigmal durchgegeben. Egal, also nochmal von vorne. Er schickt einen Abschlepper, sagt der Operator und fragt erstmal in Hilo nach, ob die auch ein Tauschauto für uns haben. Patti hat übrigens jetzt 451 Meilen auf dem Tacho. Bekommen haben wir ihn mit 167 Meilen. Bei der vielen Fahrerei kann die Batterie eigentlich nicht leer sein.  Nach einer guten Stunde Wartezeit, und nochmal erklären, wo wir denn stehen, kommt dann der Abschlepper vorbei.

Patti wird aufgeladen

Abschlepp Truck

Wir klettern allesamt in den Truck und los geht die Fahrt. Der Hawaiianer ist sehr nett und freut sich sehr darüber, dass wir Hawai´i so sehr mögen.
Thilo und er unterhalten sich die ganze Fahrt über.
Am Flughafen Hilo setzt er uns direkt bei Alamo ab. Die Leute von den Autovermietern machen schon ziemlich große Augen. So bringen wohl die wenigsten ihren Patti zurück.
Die Dame von Alamo ist sehr nett und am Rande hören wir etwas von "das hat das Auto letztens schon mal gemacht"...
Uns ist das jetzt egal, Patti hatte eh nur noch Benzin knapp über Reserve im Tank und so bekommen wir ein vollgetanktes Auto.
Ein Chevy Traverse bekommen wir stattdessen.

Chevy Traverse

Der Tank von ihm ist voll, und er hat schon 19.000 Meilen auf dem Tacho. Brandneue Autos sind uns als Leihwagen zukünftig nicht mehr geheuer!
Irgendwie haben wir nach dem ganzen Hin-und Her keine Lust mehr, was zu unternehmen. Deswegen fahren wir nur noch etwas die Küste rauf und runter.
Thilo ist auch ein wenig anfertig, glaube ich. Er macht kaum Fotos und fast keine Panoramas und hängt auch ziemlich schlapp im Sitz...

Eine Scenic Road fahren wir noch und kommen an einer schönigen Bucht vorbei und Thilo macht doch mal ein Panorama für Euch:

Panorama in der Nähe des Botenical Garden auf Big Island

Wir fahren noch bis zum Akaka Falls State Park, aber da ist es heute Nachmittag so voll, dass wir morgen früh nochmal einen Anlauf nehmen werden.
Jetzt geht es erstmal zurück ins Hotel. Ich strecke währenddessen auch schon mal die Pfotentatzen von mir.

Mo macht sich lang

Auf der Fahrt zum Hotel sehen wir noch einen Kumpel. Ständig fällt er um, weil sein Herrchen scheinbar Rodeofahrer ist. Aber ihn scheint das nicht zu stören.

Hund auf Ladefläche in Hilo

Am Hotel angekommen knipst Thilo noch ein Bild von der Hotelbucht:

Hilo Hawaiian Bucht

Lustige Autos gibts am Banyan Drive auch zu sehen:

Lowrider

Jetzt müssen wir nur noch was zu essen finden und dann endet der Tag für heute. Kein toller Bericht, aber aufregend genug war er trotzdem, finde ich.
Und Susi und Thilo haben sich jetzt einen anständigen Schlummerschlaf verdient. Leider ist der Krach von der Straße recht laut. Und etwas heruntergwohnt sieht der Schuppen auch schon aus. Naja, fürs schlummern reichts, die Ohrenproppen liegen schon bereit.
Das Windows noch mal abstürzt, bevor die Seite gespeichert war, passt zum heutigen Tag. Also hab ich nochmal alles neu diktieren müssen...

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