HomeBerichteÜber unsLinksImpressum

Prolog
Tag 1Tag 2Tag 3Tag 4Tag 5Tag 6Tag 7Tag 8
Tag 9Tag 10Tag 11Tag 12Tag 13Tag 14Tag 15Tag 16
Tag 17Tag 18Tag 19Tag 20Tag 21Tag 22Tag 23Tag 24
Fazit

 <- Zurück                                                                                  Vor ->

10.09.2012
 

Heute muss ich schon wieder frühig aufstehen. Ständig muss ich zum Flughafen und Kuscheltier spielen... Für die nächste Reise beantrage ich jetzt schon, dass er nur aus einem Flug hin und einem Flug zurück besteht. Ich sitze ja gerne im Rucksack, aber eigentlich nur, wenns zum Futter fassen geht.
So gegen 7 Uhr verlassen wir dann das Hotel und machen uns auf den Weg. Rothaut geben wir wieder zurück. Der hat die letzten zwei Tage dann auch keine Faxen mehr gemacht. Sparsam war er auch. 450 Meilen sind wir insgesamt mit ihm gefahren.
Mit dem Shuttle-Bus fahren wir dann zum Terminal und geben die Koffer ab. In Kahului muss man die dann übrigens nicht selber zum Durchleuchtungsautomat bringen, sondern sie verschwinden irgendwo hinter den Schaltern auf dem Laufband. Thilo will noch schnell seine Tabletten nehmen und schmeisst dabei die Wasserflasche um. Beim Versuch die Flasche zu fangen fliegen die Tabletten auch noch im hohen Bogen durch die Gegend, werden aber wieder gefunden. Da sieht man mal, wie wichtig seine Betablockierer sind. Nimmt er sie mal nicht, ist er völlig aus dem Häuschen.
Stripteaseeinlage gibts kurz darauf wie üblich bei der TSA. Diesmal vergisst Thilo den Laptop aus dem Rucksack zu nehmen. Stört hier aber niemanden.
Als er durch den Scanner läuft, zeigt der allerdings was metallisches in seinem Kopf an. Ha, jetzt habe ichs endlich amtlich. Er hat nen Dachschaden!
Seinen Defi findet das Ding allerdings nicht, und wie sonst auch wird er durchgewunken. Das warten aufs Boarding vertreiben wir uns allerdings mal so, wie ich es mir gewünscht habe. Eine Frühstückspizza ist schon was feines. Knauserig wie Thilo und Susi sind, gibts nur eine kleine Pizza für uns alle. Mein Hinweis, dass mir schon ganz schwächlich zumute ist, wird lapidar abgetan. Irgendwann kollabiere ich bestimmt noch wegen permanenter Mangelernährung! Drei Wochen ohne Schnitzel kann doch nicht gesund sein...
Der Flug ist wie üblich recht kurz. Es reicht gerade so, um den Fruchtsaft runterzustürzen. Die Koffer kommen auch flott, und wieder haben wir den Alamo-Bus fast fürs uns allein. Das Vertragsgedöns geht auch fix und schon stehen wir in der proppenvollen Choiceline. Alles was wir nicht haben wollen steht da.
Zum Glück stehen noch drei Camaro Cabrio an der Seite. Der silberne ist jetzt erstmal unser Reisemobil für die nächsten Tage. Foto gibts morgen, Thilo hat vergessen eins zu machen. Die Rucksäcke passen in den Kofferraum, die Koffer kommen auf die Rückbank. Dach auf und los gehts mit dem Riesenschiff.
Wir fahren über die Autobahn zum Hotel. Gestern haben wir noch bei Google Maps geschaut, wo das Hotel denn ist. Wenn man allerdings dorthin fährt, sieht man alles, nur kein Hotel.

Wo das Best Western Coconut Waikiki nicht ist

Das ist nämlich fast eine halbe Meile entfernt am anderen Ende der Straße. Google hat sich da leider etwas vertan. Am anderen Ende der Straße findet man das Best Western Coconut Waikiki dann aber:

Best Western Coconut Waikiki

Parken kostet angenehme 24 Dollar pro Tag. Dafür wird einem aber auch wenn man aussteigt zügig der Autoschlüssel abgenommen, und das Auto dann entführt.
Complimentary ist hier inklusive. Ich stupse Susi an, das ist hier ja der totale Jackpot. Endlich bekomme ich mal morgens ein Frühstück, und muss mich nicht völlig entkräftet durch die Gegend tragen lassen. Wir wohnen ganz oben und können das Meer sehen. Allerdings auch einige vollgestellte Balkons des Nachbarhauses. Also machen wir uns erstmal auf, und bummeln über die Kalakaua-Avenue und angrenzende Straßen.

Kalakaua Avenue

Panoramarestaurant

Mittagessen gibts bei P.F.Chang´s. Da schmeckts lecker und die  Getränke werden kostenlos immer wieder aufgefüllt. Das Serviermännchen bringt uns drei Essen. Eins für Susi, eins für Thilo und noch eins. Hat die Bedienung also doch mein leise gemurmeltes "ich bin völlig entkräftet und brauche dringend eine Portion Hühnchen Irgendwas in Dingenssoße" gehört. Aber wie das Schicksal so spielt, nimmt der Serviermann das dritte Futter wieder mit. Pfff, da sieht man mal, wie schlimm mir mitgespielt wird!

Auf den Straßen laufen übrigens ganz viele eigenartige Leute herum. Meistens haben sie Hüte auf und einen Fotapparat vor der Nase. Andere nehmen scheinbar am Wettbewerb "Wer kann die meisten Einkaufstüten tragen" teil. Die behüteten erkennt man meistens auch an wirrem Verhalten. Gerne stehen sie mal mitten auf der Straße herum und warten darauf, dass die Ampel grün wird, oder verstehen den Unterschied zwischen einem Zebrastreifen und einer Fußgängerampel überhaupt nicht. Die Schühchen, auf denen die Damen herumeiern sind auch beachtlich. Genauso wie der staaksige Gang. Mitunter habe ich den Eindruck, da kommt John Wayne in High Heels auf dem Rübenacker angewatschelt. Eine Dame wartet aber scheinbar eher auf den Regen. Anders kann ich mir die Gummistiefel an den Füßen nicht erklären. Vielleicht übt sie aber nur für die Teilnahme an der "Feet of flames"-Tour, so es sie noch gibt.

In einem der unzähligen ABC-Stores mache ich übrigens eine erstaunliche Entdeckung:

Nutella

Thilo will aber keine 6,49 Dollar plus Steuer dafür ausgeben. Oller Knauserer. Habe ich schon das mit der Mangelernährung erwähnt?
Vielleicht hat er aber auch keine Yen dabei und versteht das Schild falsch...

Yen

Ein weiteres interessantes Schild entdecke ich kurz darauf:

Schild Public Beach

Wir entscheiden uns rechts zum Beach zu gehen. Zu Public wollen wir nicht. Ein weiteres Schild kreuzt unseren Weg. Thilo nimmt allerdings vom Kauf Abstand, weil ihm die Aussage nicht spezifisch genug ist:

Guys - Girls Schild

Er faselt was von "Da muss hübsche Girls stehen, sonst kann der Schuss mächtig nach hinten losgehen..."

Im Fort De Russy Park ist es übrigens ziemlich ruhig und grün.

Ft DeRussy Park

Papageienblume

Kaum Leute sind hier, und vor allem keine säbelbeinigen Gesellen weit und breit, dafür aber hübschige Mädchen die Volleyball spielen. In dem Moment macht die Kamera schlapp... Deswegen laufen wir weiter und kommen wieder an einem Schild vorbei. Die Kamera hat sich scheinbar wieder besonnen und gestattet ein Bild:

Oktoberfest in Waikiki

Leider sind wir dann nicht mehr hier. Also muss ich meinen Traum von einem Schnitzel oder Schweinebraten mit Knödeln wohl endgültig begraben.
Wir watscheln noch über den Kanal:

Kanal

 und wundern uns dabei, was die Leute dort drin so alles entsorgen. Neben einem Einkaufswagen sehen wir noch dieses Gebilde in so einem Auffangbecken für Unrat:

Sofa im Kanal

Dann sind wir auch schon im Ala Moana Center. Da gibts alles. Vor allem Leute aus dem Land der aufgehenden Sonne, oder wie das heißt.
Little Tokio könnte man es auch nennen. Zuerst stillen wir den Durst bei Starbucks mit einem Frappucino und dann gehts zu Foodland zum Obst kaufen.
Eine Bühne gibt es dort auch und wir hören schon von weitem das Lied "Proud to be an american" von Lee Greenwood. Wie oft haben wir das in Las Vegas schon vor dem Bellagio gehört. Nur gibts hier keine Wasserfontänen zu sehen, sondern eine ältere Dame, die in einem buntigen Kostüm herumwatschelt. Fontänen lässt sie dabei glücklicherweise nicht erkennen. Da die Kamera schon sehr knapp mit Energie ist, gibts gerade so noch ein Foto:

Proud to be an american

Dann machen wir uns auch auf den Rückweg. Dabei finden wir noch ein interessantes Schild, was es so wohl nur in Merika geben kann:

Rechtsabbiegen#

Bis der Durchschnittsmerikaner das verstanden hat, ist sowieso wieder grün. Die Leute, die sich keine vernünftigen Buchstaben leisten können verstehen sowieso nur Bahnhof und sind meistens in ihren Truppentransportern äh Stadtrundfahrtenbussen unterwegs. Ansonsten machen sie sowieso was sie wollen. Z.B. haben sie wohl den Wettbewerb erfunden, wie man zu zweit, mit einer Körpergröße von wohlwollend geschätzten 1,35 Metern und 35 Tragetaschen, einen ganzen Bürgersteig für sich allein beanspruchen kann. Manchmal latschen sie allerdings auch direkt auf der Straße und nutzen den rechten Fahrstreifen... Schade das die Kamera so saftlos war, es hätte heute lustige Filme aufzunehmen gegeben. Schauen wir mal, was der morgige Tag so bringt. Das Hard Rock Cafe haben wir schon gefunden und nicht weit davon gibts einen Laden, wo ich unbedingt rein möchte:

Teddybear World

Nach dem Foto war dann endgültig Feierabend mit fotofizieren und wir aber auch fast wieder im Hotel. Mal schauen, ob heute Abend noch was passiert.
Achja, im Apple Store sind wir natürlich auch schon gewesen, aber da gehts sowieso bis zur Abreise jeden Tag rein... Bin mal gespannt, ob Thilo mir noch ein iPad kauft. Ich hab da mal vorsichtig mit der Pfotentatze drauf getatzt und gesagt "Meins!". Er meinte nur, dass das mit meinen Pfotentatzen nicht funktioniert... Muss ich halt mit ner Bockwurst drauf drücken. Aber woher soll ich die jetzt hier so schnell bekommen?

 <- Zurück                                                                                             Vor ->