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19.09.2017

Das Bettchen ist kuschelig. Aber trotzdem brauche ich mal wieder eine Nacht, bis ich wirklich gut schlummern kann. Die Frösche quaken lustig, aber gegen 3 Uhr oder so hören sie nach und nach auf. Da haben die wohl Feierabend. Vielleicht ist es aber auch nur die Regenpause. Hier zieht nämlich ein Regengebiet durch. Da bin ich mal gespannt, was wir heute so machen können.

Erstmal auf jeden Fall Frühstück. Der Toast den Susi und Thilo organisiert haben, schmeckt ausnahmsweise mal nicht süß. Bei den Merikanern ist man ja schon von Kleinigkeiten begeistert, wenn sie endlich mal zumindest teilweise auf den Pfad des guten Geschmacks gelangen. Und das mein Geschmack gut ist, daran besteht wohl kein Zweifel. Ich bin schließlich eine Föhrst Klahs Katerkatze!

Um kurz nach 8 Uhr fahren wir mit Yuki los zum Volcanoes National Park. Der ist von hier aus 5 Meilen oder so entfernt. Da kauft Thilo einen Tri-Park Pass. Mit dem kann man auf Big Island und auf Maui in die National Parks. Und zwar ein Jahr lang. Der kostet 30 Dollar, und lohnt sich also schon bei der normalen Touristenrunde voll und ganz. Einen Anual National Park Pass will Thilo nicht kaufen. Der lohnt sich ja nur, wenn wir nächstes Jahr auch nochmal nach Merika fahren, und da dann National Parks besuchen würden... Keine Ahnung, was er damit meint.

An der Einfahrtbude, wo wir den Pass kaufen, steht übrigens "Credit Cards preferred". Iss uns eh am liebsten. Plastikkarten wiegen fast nichts. Thilo vermeidet mittlerweile jedes Gramm zuviel zu tragen. Das er heute seine Nikon mitnimmt, ist schon fast außergewöhnlich. Ist ihm in letzter Zeit zu schwer zu tragen.

Überhaupt ist er heute sehr schlapp. Deswegen fahren wir erstmal zum Jaggar Museum, und schauen uns den Stand der Dinge im Krater an.



Qualmt wie ein großer. Hier ist um kurz vor 9 Uhr noch fast nichts los. Dafür wehts einem die Mütze von der Runkel. Wenn man denn eine Mütze hätte.

Weiter gehts auf die Chain of Craters Road. Wir fahren so durch die Gegend, und Mona und ich hüpfen nach vorn zu Thilo. Der erklärt Mona dann alles, was ich in der Aufregung vergesse. Ab und an halten wir auch mal an, und schauen aus dem Fenster. Aussteigen ist heute nicht so Thilos Ding.

Weiter unten auf der Straße, schwingt er sich doch mal aus dem Sitz. Erst nur ein bischen



Und weiter unten dann richtig. Er hat da was Spezielles aufgetan. Etwas, wo kein Hinweisschild zu da steht, wo auch keine Reisebusse von Polynesian Adventure Tours (die mit den vielen Chinesen und so) halten. Im vorbeifahren ist das fast nicht zu finden und zu sehen.







In die Röhre kann man ein paar Meter reinklettern. Oder man steigt ihr aufs Dach... Hier weht ein ziemlicher Wind. Mit Toupet sollte man vom Besuch Abstand nehmen.

Dann findet man das obere Ende der Röhre. Direkt daneben ist noch ein Loch im Boden.

Aber wohin das führt, wissen wir nicht. Deswegen klettern wir auch wieder über lockere Lavabrocken runter zu Yuki. Thilo hat dabei wieder mal etwas Knie. Er wird halt auch immer ältiger... Und weil der Mann nicht ins Lazarett will, fahren wir weiter zum Ende der Chain of Craters Road, und laufen los. Mona möchte ein Bild mit dem road closed Schild machen, vor dem ich vor 5 Jahren posiert habe.

10 Meilen bis zur Viewing Area? Mit dem Auto würde Thilo das machen... Wir laufen trotzdem mal los.

Irgendwie haben die hier aber umgebaut. Das road closed Schild steht nicht mehr in der Lava. Stattdessen gibt es jetzt ein Gitter und eine Straße. Wir sausen weiter. Zumindest so gut das geht, bei gefühlter Windstärke 10 an Gegenwind. Vielleicht sieht man ja mal was von der Kuppe da vorne aus. 1 Meile später wissen wir es.

Wer die Landzunge im Bild rechts am Horizont anschaut, weiß wo man hin müsste, um was erahnen zu können. Thilo sagt immer "Sterben muss ich, sonst muss ich mal gar nichts". Ich glaube, das umschreibt seine Ambitionen bezüglich des Fußmarsches dorthin am besten. Ein Bild sagt aber auch mehr als Tausend Worte.

Ich glaube, das nennt man Sitzstreik. Aber ich glaube, er kann heute einfach nicht weiter laufen. Deswegen kuschle ich mich an, und maunze ein wenig. Wir drehen also um, machen noch ein paar Fotos von schönigen Lavabrocken



und schauen uns noch den Holei Sea Arch an.



Ein Flugkumpel ist hier auch noch unterwegs. Bei dem Wind fliegt der aber besser nicht. Der ist sonst schneller in Kalifornien, als er schauen kann.

Wir erfreuen uns einfach der Tatsache, dass wir jetzt zum Visitor Center fahren, und dort den Stempel in den Sammelpass drücken können. Im Volcano House kaufen Susi und Thilo noch etwas Oberbekleidung. Jetzt ist erstmal Siesta in unser Unterkunft angesagt. Thilo hatte nämlich heute morgen vergessen, Proviant mitzunehmen. Also Pretzel und Cracker und so. Nur zwei Bananen waren an Bord. Aber das kann man wohl kaum Verpflegung nennen. Nektarinen gibts momentan überhaupt nicht in unserer Verpflegungskiste. Mitunter hat Vergesslichkeit auch Vorteile.

Um 13.30 Uhr fahren wir nochmal los. Richtung Pahoa zur Lava Viewing Area. Die ist auf der anderen Seite, als die, wo wir heute morgen keine Lust haben. Der Hwy 130 bringt uns bis zum Parkplatz, und dann stehen wir vor einem Schild. 8 Meilen Fußweg. Mehr muss ich wohl nicht sagen...

Der Safeway in Hilo ist zwar weiter weg, aber zu dem kann man mit Yuki fahren. Was allerdings die Nektarinen sollen, weiß ich nicht. Die Erdbeeren gefallen mir hingegen schon besser. Und Double Chocolat Muffins kommen auch in den Korb. Und Mozzarella Sticks. So langsam wirds doch, würde ich sagen.

Heute Abend kocht Thilo Nudeln mit leckeriger Tomatensoße. Fast so wie zuhause. Lecker! Zum Nachtisch gibts frischige Erdbeeren.

Mal schauen, was morgen ist. Vielleicht ist Thilo dann ja wieder fitter. Solange er Appetit hat, ist jedenfalls noch Hoffnung!