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04.10.2015
 

Heute ist ein ziemlich ödiger Fahrtag angesagt. Aber so langsam müssen wir jetzt wieder zurück nach Wehkatz fahren. Susi und Thilo haben schließlich nicht ewig Urlaub. Weil das aber viel zu weit wäre, von Chinle nach Wehkatz zu fahren, brausen wir heute nur bis St. George. Das sind 320 Meilen oder so.
Und weil es unterwegs total langweilig ist, zeige ich das Euch jetzt mal, wie das so aussieht:











Mittagspause machen wir jetzt in Page. Das ist fast auf der Hälfte, da kann Yuki sich mal eine Weile ausruhen.

Wir fahren in die Dam Bar & Grille. Da hockt noch ein anderes deutsches Paar und trinkt Bier. Sie sprechen ein etwas holperiges Englisch, und als es ans bezahlen geht, zückt der Mann seine ADAC-Karte und verlangt einen Rabatt oder so. Siss iss Ey Die Ey Zieh. Das die Kellnerin die ADAC-Karte dem Chef zeigen muss, damit sie überhaupt akzeptiert wird, scheinen sie nicht zu verstehen. Das Trinkgeld wird dann auch aufs genaueste ausgerechnet und ausdiskutiert. Das kann aber auch andere Gründe haben... Nach 15 Minuten Warterei kommt jedenfalls dann auch mal eine Kellnerin zu uns und nimmt die Bestellung auf. Zügig arbeiten ist hier wohl nicht so angesagt. Thilos mickrigen Caesar Salad mit Chicken bekommt man auch in der Kühltheke vom Walmart auf mindestens  gleichem Niveau geliefert. Da kostet der dann aber auch entsprechend wenig. Susis Sweet Chili Chicken Sandwich ist dann ein Burger, aber der schmeckt ganz gut. Wozu die staubtrockenen Zwiebelringe (so schätzen wir, schmecken kann mans nicht) darauf dienen sollen, finden wir nicht heraus.
Die als Vorspeise bestellten Chickenirgendwasdinger gibts direkt zu dem Salat dazu. Vielleicht sagen die sich, dann ist wenigstens eins von den gelieferten Hühnchen nicht staubtrocken und eiskalt. Die Chickendinger sind jedenfalls lecker und der Dip passt auch gut zu Susis Pommes. Ich halte mich jetzt lieber an Susi, Thilos Grünzeug taugt nix.

Nach dem Servieren ist man jedenfalls als Gastkaterkatze in dem Laden nicht mehr existent. Weder gibt es die übliche Frage, ob es schmeckt, noch sehen wir sonst in den nächsten 30 Minuten jemanden vom Service. Wenn man den Laden nicht weiterempfehlen, und garantiert nicht wiederkommen soll, dann machen die das hier total richtig, sagt Thilo und sagt noch was von "ich habe noch nie was bei Tripadvisor geschrieben, aber bald ist es wohl soweit".

Irgendwie werden wir dann nach Wedelei und Fragerei doch noch die Kreditkarte los, die Thilo der Bedienung, als sie endlich mal auftaucht, direkt in die Hand drückt. Wir haben zwar Urlaub, aber so lauschig ist es an dem großen Parkplatz dann auch wieder nicht. Wir konnten da einer Beziehungskrise einer Angestellten lauschen. Naja lauschen ging nicht so richtig gut, der Knabe im Pickup hatte ja die ganze Zeit seinen blödigen Dieselmotor laufen. Wenigstens stand er 20 Minuten mitten im Weg auf dem Parkplatz direkt neben dem Restaurant und lamentierte mit seiner Ollen rum.

Komische Bude diese Dam Bar & Grille. Da sollte man nur hingehen, wenn man selbst für deutsche Verhältnisse ein dickes Fell hat was Warterei angeht, und nicht allzuviel wert auf Essen legt. Vielleicht sind die Drinks ja besser und angetüddelt lässt es sich bestimmt auch besser dort aushalten. Irgendwann ist man froh, wenn man endlich mal zahlen darf. Und sowas in Merika... Ob das da immer so ist, keine Ahnung, heute war es jedenfalls unterirdisch. Selbst wenn die leckerigstes Schnitzel haben würden, die Kaschemme sieht mich Katerkatze nie mehr wieder. Vielleicht hatten die heute ja einen schlechten Tag. Ist aber deren Problem.

Weiter geht es jetzt nach St.George. Vorher machen wir aber noch einen Halt und schauen uns den See an. Oder das, was davon noch übrig ist. Irgendwann schaffen es die Merikaner noch, den ganz leer zu bekommen. Ausdauer haben sie ja bei solchen Sachen. Komische Leute...





Kurz hinter Kanab gibt es dann einen kurzen Regenschauer. Wir hätten auch durch den Zion National Park fahren können, da scheint zwar die Sonne, aber Sonntag Nachmittags gibts besserige Strecken, als da her nach St.George zu fahren.



Kurz vor St.George klettert das Thermometer dann auf fast 90 Fahrenheiter und die Sonne brutzelt. Der Sand stürmt auch. Hui ist das windig. Mein ganziges Fell ist schon staubig. Und beim schlecken kratzt es ziemlich. Am Ende muss ich noch, bevor ich wieder zu Hause bin, getunkt werden, weil ich sonst zu schmuddelig für den Flieger bin...

Abendessen gibt es heute bei Olive Garden. Das ist so italienische Cuisine. Als Vorspeise bekommt man Salat oder Suppe. Beides bis zum abwinken. Susi und Thilo essen Minestrone. Die ist ziemlich leckerig. Für Merikaner ist die schon fast ausgezeichnet. Danach bekommt Thilo gefüllte Rigatoni mit Mozzarella überbacken. Also eigentlich Canneloni al Forno. Aber soweit ist der Merikaner noch nicht, dass man dem zu viele Nudelsorten und Begriffe anbieten sollte. Vernünftiges Brot gibt es auch noch dazu. Und Parmesan wird auch immer frisch über alles gerieben. Manch Merikaner macht so aus seiner Suppe dann eher eine Käsesuppe, aber sie wissen es halt nicht besser. Der gute Wille zählt und aller Anfang ist schwer. Ich war ja auch als kleine Babykaterkatze auch noch kein Schnitzelexperte. Insgesamt ist das jedenfalls ganz ordentlich gewesen. Und jetzt muss ich mich aufs Bettchen kuscheln und auf Wehkatz vorbereiten.

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